Häusliche Gewalt gegen Kinder & Ehepartner

Häusliche Gewalt hat dann immer Hochkonjunktur, wenn Menschen länger zusammenleben müssen. Mit diesem Hintergrund ist ausgeübte Gewalt vielfältig. Sie begegnet uns nicht nur durch rohe Schläge sondern ist ist ausgeprägt in körperliche, sexuelle, psychische und wirtschaftliche Gewalt.

Kinder und ihre Familien sind in besonderem Maße von der aktuellen Corona-Pandemie sowie den damit verbundenen Einschränkungen betroffen. Während dieser Zeit schleicht sich Gewalt leise ein. Eine solche Ballung von Zeit, die man zusammen verbringen muss hat es in Deutschland und weltweit noch nie gegeben. 11,4 Millionen Familienhaushalte und 2,6 Millionen Alleinerziehende sind deutschlandweit von Kita- und Schulschließungen und Kontakt- sowie Bewegungseinschränkungen betroffen.

Es ist jedoch auch nicht nur die Gewalt in Paarbeziehungen wie Ehen, Lebensgemeinschaften, (vor, während und nach einer Trennung), sondern auch Gewalt gegen Kinder, Gewalt von Kindern gegenüber ihren Eltern, Gewalt zwischen Geschwistern und Gewalt gegen im Haushalt lebende ältere Menschen.

Kinder können bei häuslicher Gewalt verschieden als Opfer involviert sein. Kinder sind, in manchen Fällen indirekt, von der Gewalt in der Partnerschaft betroffen. Wenn die Kinder zusehen müssen, wie ihre Eltern offene Gewalt austragen, leidet ihre Psyche schwer darunter. In den meisten Fällen nehmen sie die Gewalthandlungen nicht nur wahr, sondern werden von den Parteien instrumentalisiert bzw. vom gewalttätigen Partner ebenfalls misshandelt.

Migraplan ist durch verschiedene Einschränkungen gezwungen, die auch uns als Hilfsorganisation betreffen, verschiedene internationale Projekte ruhen zu lassen und nutzt so seine Möglichkeiten bei der Arbeit gegen häusliche Gewalt, primär in denen Kinder involviert sind.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit auch hier, wie auch andere Projekte immer, weiterhin unterstützen.