Grüne Zone – Migraplan Aufforstungsprogramme

Migraplan Grüne Zone

Grüne Zone - Migraplan Aufforstungsprogramme

Klimawandel: Bäume können ihn stoppen

Grüne Zone – Migraplan Aufforstungsprogramme : Weltweit identifizierten Forscher 900 Millionen Hektar, auf denen Wälder neu angepflanzt werden könnte. Diese hätten das Potenzial, etwa 205 Milliarden Tonnen Kohlenstoff zu absorbieren, rund zwei Drittel der CO2-Menge, die seit Beginn der Industrialisierung zusätzlich ausgestoßen wurde.

Eine bessere Welt bedeutet für Migraplan Kinderhungerhilfe sowie nachhaltigen Umwelt- und Klimaschutz in einem Kontext – ohne Kinderhungerhilfe kein nachhaltiger Klima- und Umweltschutz – ohne Klima- und Umweltschutz gibt es keine nachhaltige Kinderhungerhilfe.

Migraplan Aufforstung Olea Africana Tree
Solar-Energie ist das Öl des 21. Jahrhunderts

Illegal gefällte Bäume werden in Kenia zu Holzkohle verarbeitet.

Bis zu 140 Euro verdienen Diebe in Kenia mit einem 200 Jahre alten Baum. Die illegale Waldzerstörung ist ein lohnendes Geschäft für die Menschen. Deshalb forstet Migraplan in Kenia auf, betreibt Aufklärung über die klimatischen Folgen und bietet alternative Energiekonzepte wie Solaranlagen zu Kochen, damit sich die Holzverbrennung weitgehend erübrigt.

Die illegalen Abholzungen treffen sehr oft die Baumart Olea Africana. Die Bäume mit dem knorrigen Stamm und der dichten, ausladenden Krone sind bei den Holzdieben sehr beliebt. Aus einem Teil der illegal gefällten Bäume werden Holzfiguren und Schmuck für die Souvenirläden in den größeren umliegenden Ortschaften geschnitzt. Der Großteil aber wird zu Holzkohle verarbeitet — in Kenia die am weitesten verbreitete Energiequelle zum Heizen und Kochen.

Dorfbewohner transportieren Holz mit einem Ochsenkarren aus dem Wald.  Das stellen Ranger dann nur noch anhand der Trampelpfade fest. Oft verbrennen sie das Holz noch im Wald zu Holzkohle, aber manchmal haben sie auch Angst, dass die Ranger den Rauch sehen und ihre Arbeitsplätze zerstören. Dann zerlegen sie den Stamm im Wald, transportieren das Holz ins Dorf und verbrennen es dort.

Migraplan Diagram Grüne Zone Baum

Wir müssen Verständnis schaffen...

Unser Diagramm zeigt den „negativen Kipppunkt“ und seine Auswirkungen. Wangari Maathai (Nobel-Preisträgerin und Umwelt-Aktivistin in Kenia) sagte einmal: „Wenn Sie den Wald zerstören, hört der Fluss auf zu fließen, der Regen wird unregelmäßig, die Ernten fallen aus und Sie sterben an Hunger.

Abholzung führt zu Bodenerosion – Verlust des wertvollen Humus, der Wasser in den fünf „Wassertürmen“ Kenias speichert, um Flüsse und Quellen wieder aufzufüllen. Erosion verschmutzt auch das Wasser, von dem die Menschen für den Haushalt abhängen. Entwaldung reduziert die Verdunstungstranspiration, so dass weniger Feuchtigkeit in der Luft und damit weniger Regen ist. Wasserknappheit führt zu Ernteausfällen, die Hunger und Armut verursachen. Ernteausfälle führen zu mehr Abholzung, da die Landwirte mehr Land für die Landwirtschaft roden und einen Teufelskreis bilden.

...Nur dann schaffen wir Ergebnisse

Unser zweites Diagram zeigt den „positiven Wendepunkt“, d.h. die Bemühungen von Migraplan Gruene.Zone , und ihre Auswirkungen. Das Pflanzen von Bäumen führt zu einer geringeren Erosion, wodurch die Wasserspeicherkapazität des Landes zur Revitalisierung von Bächen und Quellen erhalten bleibt. Weniger Erosion sorgt auch für sauberes Wasser. Die Evapotranspiration von den Bäumen verursacht mehr Regen, der die Ströme verstärkt und direkt auf die Pflanzen fällt. Bessere Ernten bedeuten weniger Hunger und weniger Armut. Das Pflanzen von Obstbäumen produziert mehr Nahrung und zusammen mit der Bereitstellung von solarbetriebenen Öfen für das Kochen, herrscht weniger Hunger. Andere Migraplan-Projekte – wie Ernährungssicherheit und Maßnahmen gegen Unterernährung – verringern direkt Hunger und Armut. Migraplan-Projekte erzeugen auch Bildung, Inspiration und Autonomie. Dies, zusammen mit mehr Gemeinschaft und der nachgewiesenen Wirksamkeit von wiederbelebten Bächen und Quellen, setzt die Bemühungen der Baumpflanzung so ein, dass eine positive Rückkopplungsschleife gebildet wird.

Migraplan Gruene zone Diagram Baum

Drastische Geldstrafen sind für Holzdiebe keine große Abschreckung

Es ist die Armut und die Landnot die für die illegale Abholzung der Wälder verantwortlich sind. Es geht aber auch ums schnelle Geld. Rund um den Mount Kenya ist der Boden äußerst fruchtbar, trotzdem pflanzen nur wenige Dorfbewohner Bäume auf den eigenen Grundstücken. Mit einem Jahrzehnte oder Jahrhunderte alten Baum könnten die Holzdiebe 15.000 kenianische Schilling verdienen, umgerechnet rund 140 Euro. Eine Menge Geld – und offenbar ist diese Aussicht verlockender als die mögliche Strafe abschreckt.

Das Bevölkerungswachstum wird den Druck auf Afrikas Ökosysteme in den nächsten Jahrzehnten massiv verstärken.

Spätestens heute sollte uns ein Licht aufgehen!

„Ich weiß nicht wirklich, warum es mich so interessiert. Ich habe nur etwas in mir, das mir sagt, dass es ein Problem gibt, und ich muss etwas dagegen tun. Ich denke, das würde ich den Gott in mir nennen. Wir alle haben einen Gott in uns, und dieser Gott ist der Geist, der alles Leben, alles, was auf diesem Planeten ist, vereint. Es muss diese Stimme sein, die mich auffordert, etwas zu tun, und ich bin sicher, es ist dieselbe Stimme, die zu jedem auf diesem Planeten spricht – zumindest zu jedem, der sich Sorgen um das Schicksal der Welt, das Schicksal dieses Planeten macht.

– Wangari Maathai –

+25. September 2011

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