Fei Banane Retter gegen Unterernährung

Wie eine Idee zur Realität wird

Fei Banane Retter gegen Unterernährung

Wie die Fei-Banane zum Retter für Millionen von unterernährten Kindern werden kann

An Vitamin-A-Mangel leidet in Entwicklungsländern jedes 3.Kind. Viele von ihnen werden blind oder sterben.

Zugegeben: Wir stehen nicht allein mit dieser Idee, aber das ist in vielen Fällen ja durchaus positiv. Im Zuge unserer Recherchen sind wir auf Professor James Dale von der Queensland University of Technology in Australien gestoßen, mit dem wir auch im Kontakt stehen. Er ist Biotechnologe und beschäftigt sich hauptsächlich mit Bananen. Auch er ist, wie auch wir, der Überzeugung, dass die Fei-Banane in Zukunft für die Ernährung in Entwicklungsländern eine entscheidende Rolle spielen kann. Er gibt uns auch recht, dass der Einsatz der Fei-Banane gegen Unterernährung eine Schlüsselrolle übernehmen kann.

Die Fei-Banane hat 2 Untersorten, die für Unterernährung diese Schlüsselrolle übernehmen kann. Die Sorten Karat und Asupina. Die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale dieser Sorten liegen in der Frucht selbst. Die Karat-Banane kann roh verzehrt werden, wobei die Asupina eher eine Kochbanane ist. Bevor wir die Sache mit der Kochbanane vertiefen eine wichtige Information zur momentanen Situation:

Die Kochbanane erzielt nur etwa ein Drittel der Erträge der „normalen“ Banane. Der Anbau der Kochbanane lieferte im Jahre 2016 durchschnittlich nur etwa 7,5 Tonnen pro Hektar. Unter guten Bedingungen, die unschwer herzustellen sind, könnte die 7-fache Menge geerntet werden. Der Ertrag bei der „normalen“ Banane liegt dagegen bei 20,6 t/ha. Dieser Unterschied besteht, da die Kochbanane zur Zeit weitestgehend die Selbstversorgung sichert. Um also einen breiteren Anbau zu sichern muss gegen diesen  Subsistenz-Charakter der Kochbanane gearbeitet werden.

Die Pflanze der Kochbanane besteht aus dem unterirdischen Wurzelgeflecht, aus dem die großen Blätter wachsen, deren untere Enden eng übereinander liegenden Strunk bilden. Sie eignet sich sehr gut zum Ecofarming. Ecofarming (auch Etagenanbau) ist eine ökologisch unbedenkliche Anbaumethode, da keine Spritzmittel gegen Krankheiten und Fressfeinde eingesetzt werden und trotzdem einen hohen Ernteertrag bringt.

Warum Bill Gates von Microsoft und seine Frau 10 Millionen $ in Kochbananen investieren

Bill Gates und seine Frau haben mit ihrer Stiftung ein Projekt mit 10 Millionen US$ unterstützt. Wir haben ihn eingangs schon erwähnt: Professor James Dale. Er hat Bananen genetisch verändert, indem er Gene der Asupina Banane in andere Sorten (z.B. Cavendish und Kochbananen) verpflanzt und damit höhere Erträge generiert.  Nachdem wir mit ihm Kontakt aufnahmen, teilte er uns mit, dass er zur Zeit Feldversuche in Uganda durchführt, diese aber erst einmal bis 2020 nicht abgeschlossen hat.

Was sind Gen-technisch veräderte Bananen

Einfach mal mit der Maus über's Feld fahren

Vorausgeschickt:
Schon seit einigen Jahren stehen auf deutschen Feldern keine gentechnisch veränderte Pflanzen mehr. 2009 wurde der Anbau der bis dahin einzigen in Europa zugelassenen gv-Pflanze (Mais MON810) verboten. Deutschland will auch in Zukunft keine gv-Pflanzen dulden und sich dabei auf die in der EU gesetzlich verbriefte Austiegsklausel berufen.
Gentechnik:
Die von Professor James Dale entwickelten Bananen wurden gentechnisch so verändert, dass der höhere Gehalt an Betacarotin aus der Fei-Banane in ertragreichere Bananen (auch der Cavendish oder anderen Kochbananen) implementiert wurde. Den Bananen wurde dafür das Gen APsy2a eingefügt, das aus der Betacarotin-reichen Fei-Bananensorte Asupina stammt. Darüber hinaus wurden jedoch weitere Gene eingefügt, die unter anderem von Bakterien und aus Maispflanzen stammen.

Es muss keine Gen-Technik sein

Die Tatsache, dass zur Produktion von Vitamin-A-haltigen Bananen keine, so genannten Dessert- bzw. Obstbananen (so wie wir sie meistens als Cavendish-Banane kennen ), sondern die Fei-Bananen-Sorten Asupina und Karat genutzt werden können, vereinfacht die Sache ein wenig. Man kann, um einen bestimmten Effekt, wie z.B. eine erhöhte Resistenz zu erreichen Pflanzen auch kreuzen. Bei Dessert-Bananen (Cavendish) gestaltet sich das in der Regel jedoch schwierig:

Das kreuzen der Sorte Cavendish war bisher nicht erfolgreich. Es ist generell bei den meisten Bananensorten nicht möglich, denn die meisten Bananensorten sind steril, das heißt, die Früchte werden ohne eine Bestäubung und Befruchtung gebildet. Kultivierte Sorten enthalten meist überhaupt keine Samen. Sie werden immer durch Ableger „geklont“ und vermehrt. Werden aber keine Samen gebildet, ist eine generative Vermehrung nicht möglich, also auch keine Kreuzung.

Der natürliche Migraplan-Weg zur ``Super-Banane``

Wir errichten in Costa Rica eine Plantage und Produktion zur kostengünstigen Ernährung von unterernährten Kindern in Entwicklungsländern und Krisengebieten.

Dazu schrieb uns Prof. Dale: „I thoroughly applaud your project and ideals and I only wish I could contribute.“ ( Ich begrüße Ihr Projekt und Ihre Ideale sehr und wünschte nur, ich könnte mitwirken.)

D/Prof James Dale AO FTSE
2019 Qld Senior Australian of the Year
Distinguished Professor
Centre for Tropical Crops and Biocommodities
Queensland University of Technology

Fei Banane Retter gegen Unterernährung
Fe’i Banane ©Migraplan e.V.

Es gibt verschiedene Sorten der, sagen wir mal, Ur-Banane. Diese Bananen haben immer noch ihren ursprünglichen Samen und können so auch problemlos gekreuzt werden. Diese Ur-Ba­na­nen haben schon im Ursprung neben den Vi­ta­mi­nen A, B1, B2 besonders viel natürliches, noch organisch ge­bun­de­nes Calcium.

Seit dem 3.9.2019 sind wir unserem Ziel wieder einen Schritt näher gekommen. Wir haben Zugang zur grössten Genbank für Bananen in Leuven (Belgien) erhalten und haben damit Zugriff auf viele Sorten der Fei-Banane und können uns dort mit der Sorte Asupina versorgen. Wir danken hiermit ausdrücklich unserer Wegweiserin Frau Anne Vezina (Spezialistin für Wissenschaftskommunikation) Sie arbeitet an der Erhaltung von Bananen und Baumkulturen und an Forschungsthemen zur Produktion und Vermarktung von Bananen und Baumkulturen in Montpellier, Frankreich und Bioversity International. Und für seine Vermittlung Herrn Max Ruas ( Information System Analyst ) Bioversity International – Effective Genetic Resources Conservation and Use (Wirksame Erhaltung und Nutzung genetischer Ressourcen).

Unser natürliche Bananen-Optimierung erreichen wir auf verschiedenen Wegen:

1.) Anbau der Fei-Bananen-Sorten Asupina und Karat mit höchsten Gehalt an trans-β-Carotin, dem wichtigsten Provitamin-A-Carotinoid (5.942 μg / 100 g ) Das ist mehr als 500 Mal das Niveau der Cavendish-Sorten ( Vitamin A: 10 µg )Fei Beta Carotingehalt

2.) Anbau „normaler“ schon Vitamin-A-haltigen Plantanos (Kochbanane).

3.) Die Kreuzung der normalen Koch-Banane mit der Fe’i-Banane

Nach dem getrennten Anbau werden getrocknete Kochbananen mit getrockneten Fe’i-Bananen gemischt. Die Kreuzung erübrigt die Mischung, denn sie hat einen sehr hohen Vitamin-A -Gehalt. Kochbananen haben bei optimaler Reife eine fast schwarze Schale. Wir kennen das von überreifen Dessert-Bananen, welche dann über einige Flecken bis zur ähnlich dunklen Schale kommen.

Das gelb-orange Fruchtfleisch, im Gegensatz zum fast weißen Fruchtfleisch einer Cavendish, ergibt sich aus dem hohen Anteil des Carotins (wird in Vitamin A umgewandelt). So erreichen wir ohne Gen-Manipulation das gleiche Ergebnis wie die, von Bill Gates finanzierte, Gen-Banane.

Natürlich brauchen wir auch für unseren Weg eine Finanzierung. Da Bill Gates schon anderweitig engagiert ist, suchen wir uns viele, viele kleine Bill Gates, die uns unterstützen. Werden Sie doch auch einer davon und spenden oder werden Fördermitglied.

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